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Allgemeines zum Fotografieren


 

Allgemeines zum Fotografieren
Quelle:

 

Text Wikipedia

 

Fotografie oder Photographie (aus altgriechisch φῶς phōs, im Genitiv:
 φωτός photós, „Licht“ und γράφειν graphein „schreiben, malen“, also „malen mit Licht“)
 bezeichnet
eine bildgebende Methode,[1] bei der mit Hilfe von optischen Verfahren ein Lichtbild
 auf ein lichtempfindliches Medium projiziert und dort direkt und dauerhaft gespeichert
 (analoges Verfahren) oder in elektronische Daten gewandelt und gespeichert wird
(digitales Verfahren).
das dauerhafte Lichtbild (Diapositiv, Filmbild oder Papierbild; kurz Bild,
 umgangssprachlich auch Foto genannt), das durch fotografische Verfahren hergestellt
wird; dabei kann es sich entweder um ein Positiv oder ein Negativ auf Film, Folie,
 Papier oder anderen fotografischen Trägern handeln. Fotografische Aufnahmen werden als
 Abzug, Vergrößerung, Filmkopie oder als Ausbelichtung bzw. Druck von digitalen Bild-Dateien vervielfältigt.
Der entsprechende Beruf ist der Fotograf.
Bilder, die für das Kino aufgenommen werden. Beliebig viele fotografische
Bilder werden in Reihen von Einzelbildern auf Film aufgenommen, die später mit
 einem Filmprojektor als bewegte Bilder (Laufbilder) vorgeführt werden können .

 

 

 

 

Begriff

 

Der Begriff Photographie wurde erstmals (noch vor englischen oder französischen Veröffentlichungen)
 am 25. Februar 1839 vom Astronomen Johann Heinrich von Mädler
Zeitung verwendet. Bis ins 20. Jahrhundert bezeichnete Fotografie alle Bilder,
 welche rein durch Licht auf einer chemisch behandelten Oberfläche entstehen.

 

Schreibweise

 

Bereits mit der deutschen Rechtschreibreform 1901 wurde die Schreibweise „Fotografie“
empfohlen, was sich jedoch bis heute noch nicht ganz durchsetzen konnte. Auch der Duden empfiehlt
 „Fotografie“. Die Kurzform „Foto“ und das Verb „fotografieren“ gelten als vollständig
in die deutsche Sprache integriert und sollen seit der deutschen Rechtschreibreform 1996
nicht mehr mit „ph“ geschrieben werden. Gemischte Schreibungen wie „Fotographie“ oder
„Photografie“ sowie daraus abgewandelte Adjektive oder Substantive waren jedoch zu jeder
Zeit eine falsche Schreibweise.

 


Allgemeines

 

Die Fotografie ist ein Medium, das in sehr verschiedenen Zusammenhängen eingesetzt wird.
 Fotografische Abbildungen können beispielsweise Gegenstände mit primär künstlerischem
 (künstlerische Fotografie) oder primär kommerziellem Charakter sein (Industriefotografie,
 Werbe- und Modefotografie). Die Fotografie kann unter künstlerischen, technischen (Fototechnik),
ökonomischen (Fotowirtschaft) und gesellschaftlich-sozialen (Amateur-, Arbeiter- und Dokumentarfotografie)
Aspekten betrachtet werden. Des Weiteren werden Fotografien im Journalismus und in der Medizin verwendet.

 

Die Fotografie ist teilweise ein Gegenstand der Forschung und Lehre in der Kunstgeschichte
 und der noch jungen Bildwissenschaft. Der mögliche Kunstcharakter der Fotografie war lange
Zeit umstritten, ist jedoch seit der fotografischen Stilrichtung des Pictorialismus um
die Wende zum 20. Jahrhundert letztlich nicht mehr bestritten. Einige Forschungsrichtungen ordnen
 die Fotografie der Medien- oder Kommunikationswissenschaft zu, auch diese Zuordnung ist umstritten.

 

 

Im Zuge der technologischen Weiterentwicklung fand zu Beginn des 21. Jahrhunderts allmählich
 der Wandel von der klassischen analogen (Silber-)Fotografie hin zur Digitalfotografie statt.
 Der weltweite Zusammenbruch der damit in Zusammenhang stehenden Industrie für analoge Kameras
aber auch für Verbrauchsmaterialien (Filme, Fotopapier, Fotochemie, Laborgeräte) führt dazu,
dass die Fotografie mehr und mehr auch unter kulturwissenschaftlicher und kulturhistorischer
Sicht erforscht wird. Allgemein kulturelle Aspekte in der Forschung sind z. B. Betrachtungen
 über den Erhalt und die Dokumentation der praktischen Kenntnis der fotografischen Verfahren
 für Aufnahme und Verarbeitung aber auch der Wandel im Umgang mit der Fotografie im Alltag.
Zunehmend kulturhistorisch interessant werden die Archivierungs- und Erhaltungstechniken für
analoge Aufnahmen aber auch die systemunabhängige langfristige digitale Datenspeicherung
Die Fotografie unterliegt dem komplexen und vielschichtigen Fotorecht; bei der Nutzung von
vorhandenen Fotografien sind die Bildrechte zu beachten



Besondere Bilder

 

Als „teuerstes Foto der Welt“ galt Ende 2015 ein auf fünf Millionen Dollar geschätzte Ferrotypie
 mit Billy the Kid beim Krocketspiel. Sie war fünf Jahre zuvor von einem Sammler
 bei einem Trödelmarkt zusammen mit zwei anderen für zwei Dollar erworben worden.

 

 

Theorie und Praxis

 

 

Die Fotografie wird in zahlreichen Einzeltheorien diskutiert, eine einheitliche
 und umfassende „Theorie der Fotografie“ fehlt bisher. Die gestalterische Gratwanderung
 zwischen der fotografischen Technik und der gewünschten Bildaussage kennzeichnet
die Foto-Praxis. Sie hat sich in den vergangenen rund sechzig Jahren
 differenziert und umfasst zahllose Bereiche.

Zur Technik
Fototechnik

 

 


Prinzipiell wird meist mit Hilfe eines optischen Systems,
in vielen Fällen einem Objektiv, fotografiert. Dieses wirft das von einem Objekt
 ausgesendete oder reflektierte Licht auf die lichtempfindliche Schicht einer Fotoplatte,
eines Films oder auf einen fotoelektrischen Wandler, einen Bildsensor.


 Fotografische Kameras

 

 

 

Der fotografischen Aufnahme dient eine fotografische Apparatur (Kamera). Durch Manipulation des optischen
 Systems (unter anderem die Einstellung der Blende, Scharfstellung, Farbfilterung, die Wahl
der Belichtungszeit, der Objektivbrennweite, der Beleuchtung und nicht zuletzt des Aufnahmematerials)
 stehen dem Fotografen oder Kameramann zahlreiche Gestaltungsmöglichkeiten offen.
Als vielseitigste Fotoapparatbauform hat sich sowohl im Analog- als auch im Digitalbereich
die Spiegelreflexkamera durchgesetzt. Für viele Aufgaben werden weiterhin die verschiedensten
 Spezialkameras benötigt und eingesetzt.

Lichtempfindliche Schicht

 

 

 

Bei der filmbasierten Fotografie (z. B. Silber-Fotografie) ist die lichtempfindliche Schicht
 auf der Bildebene eine Dispersion (im allgemeinen Sprachgebrauch Emulsion).
 Sie besteht aus einem Gel, in dem gleichmäßig kleine Körnchen eines Silberhalogenids
(zum Beispiel Silberbromid) verteilt sind. Je kleiner die Körnung ist, umso weniger
lichtempfindlich ist die Schicht (siehe ISO-5800-Standard), umso besser ist allerdings
die Auflösung („Korn“). Dieser lichtempfindlichen Schicht wird durch einen Träger Stabilität verliehen.
 Trägermaterialien sind Zelluloseacetat, früher diente dazu Zellulosenitrat (Zelluloid),
Kunststofffolien, Metallplatten, Glasplatten und sogar Textilien (siehe Fotoplatte und Film).

 

Bei der Digitalfotografie besteht das Äquivalent der lichtempfindlichen Schicht aus Chips wie
 CCD- oder CMOS-Sensoren.

 

 

Entwicklung und Fixierung

 

 

 

Durch das Entwickeln bei der filmbasierten Fotografie

 

wird auf chemischem Wege
das latente Bild sichtbar gemacht. Beim Fixieren werden die nicht belichteten Silberhalogenid
-Körnchen wasserlöslich gemacht und anschließend mit Wasser herausgewaschen,
 sodass ein Bild bei Tageslicht betrachtet werden kann, ohne dass es nachdunkelt.

 

Ein weiteres älteres Verfahren ist das Staubverfahren, mit dem sich einbrennbare Bilder
auf Glas und Porzellan herstellen lassen.

 

Mit Ausnahme von Rohdaten (RAW-Dateien) müssen digitale Bilddateien nicht entwickelt werden,
um sie am Monitor betrachten oder verarbeiten zu können; sie werden elektronisch gespeichert
und können anschließend mit der elektronischen Bildbearbeitung am Computer bearbeitet und
bei Bedarf auf Fotopapier ausbelichtet oder beispielsweise mit einem Tintenstrahldrucker
 ausgedruckt werden. Rohdaten werden vorab mittels spezieller Entwicklungssoftware oder
RAW-Konvertern am Computer in nutzbare Formate (z. B. JPG, TIF) gebracht, was als digitale
Entwicklung bezeichnet wird.
Der Abzug

 

 

 


Als Abzug bezeichnet man das Ergebnis einer Kontaktkopie, einer Vergrößerung, oder einer
 Ausbelichtung; dabei entsteht in der Regel ein Papierbild. Abzüge können von Filmen (Negativ oder Dia)
 oder von Dateien gefertigt werden.

 

Abzüge als Kontaktkopie haben dieselbe Größe wie die Abmessungen des Aufnahmeformats;
 wird eine Vergrößerung vom Negativ oder Positiv angefertigt, beträgt die Größe des entstehenden Bildes
ein Vielfaches der Größe der Vorlage, dabei wird jedoch in der Regel das Seitenverhältnis
 beibehalten, das bei der klassischen Fotografie bei 1,5 bzw. 3:2 oder in USA 4:5 liegt.
 Eine Ausnahme davon stellt die Ausschnittvergrößerung dar, deren Seitenverhältnis in der
 Bühne eines Vergrößerers beliebig festgelegt werden kann; allerdings wird auch die Ausschnittvergrößerung
 in der Regel auf ein Papierformat mit bestimmten Abmessungen belichtet.

 

Der Abzug ist eine häufig gewählte Präsentationsform der Amateurfotografie, die in speziellen
 Kassetten oder Alben gesammelt werden. Bei der Präsentationsform der Diaprojektion arbeitet
 man in der Regel mit dem Original-Diapositiv, also einem Unikat, während es sich bei Abzügen
 immer um Kopien handelt.
Quelle:

 

Text Wikipedia

 

 

Fotografie als Kunst

 


Der Kunstcharakter der Fotografie war lange Zeit umstritten; zugespitzt formuliert
 der Kunsttheoretiker Karl Pawek in seinem Buch „Das optische Zeitalter“ (Olten/Freiburg i. Br. 1963, S. 58):
„Der Künstler erschafft die Wirklichkeit, der Fotograf sieht sie.“
Diese Auffassung betrachtet die Fotografie nur als ein technisches, standardisiertes Verfahren,
 mit dem eine Wirklichkeit auf eine objektive, quasi „natürliche“ Weise abgebildet wird,
ohne das dabei gestalterische und damit künstlerische Aspekte zum Tragen kommen: „die Erfindung
eines Apparates zum Zwecke der Produktion … (perspektivischer) Bilder hat ironischerweise die Überzeugung
 … verstärkt, dass es sich hierbei um die natürliche Repräsentationsform handele. Offenbarauen können, die es für uns erledigt.“ Fotografien
dienten gleichwohl aber schon bald als Unterrichtsmittel bzw. Vorlage in der Ausbildung bildender
Künstler (Études d’après nature).

 

Schon in Texten des 19. Jahrhunderts wurde aber auch bereits auf den Kunstcharakter der
 Fotografie hingewiesen, der mit einem ähnlichen Einsatz der Technik wie bei anderen anerkannten
zeitgenössische grafische Verfahren (Aquatinta, Radierung, Lithografie, …) begründet wird.
Damit wird auch die Fotografie zu einem künstlerischen Verfahren, mit dem ein Fotograf eigene
 Bildwirklichkeiten erschafft.

 

Auch zahlreiche Maler des 19. Jahrhunderts, wie etwa Eugène Delacroix, erkannten dies
und nutzten Fotografien als Mittel zur Bildfindung und Gestaltung, als künstlerisches
 Entwurfsinstrument für malerische Werke, allerdings weiterhin ohne ihr einen eigenständigen
künstlerischen Wert zuzusprechen.

 

Der Fotograf Henri Cartier-Bresson, selbst als Maler ausgebildet, wollte die Fotografie
 ebenfalls nicht als Kunstform, sondern als Handwerk betrachtet wissen: „Die Fotografie
 ist ein Handwerk. Viele wollen daraus eine Kunst machen, aber wir sind einfach Handwerker,
die ihre Arbeit gut machen müssen.“ Gleichzeitig nahm er aber für sich auch das Bildfindungskonzept
 des entscheidenden Augenblickes in Anspruch, das ursprünglich von Gotthold Ephraim
 Lessing dramenpoetologisch ausgearbeitet wurde. Damit bezieht er sich unmittelbar
auf ein künstlerisches Verfahren zur Produktion von Kunstwerken. Cartier-Bressons
Argumentation diente also einerseits der poetologischen Nobilitierung, andererseits
 der handwerklichen Immunisierung gegenüber einer Kritik, die die künstlerische Qualität
 seiner Werke anzweifeln könnte. So wurden gerade Cartier-Bressons Fotografien sehr früh
 in Museen und Kunstausstellungen gezeigt, so zum Beispiel in der MoMa-Retrospektive (1947)
 und der Louvre-Ausstellung (1955).
Fotografie wurde bereits früh als Kunst betrieben (Julia Margaret Cameron, Lewis Carroll
 und Oscar Gustave Rejlander in den 1860ern). Der entscheidende Schritt zur Anerkennung
der Fotografie als Kunstform ist den Bemühungen von Alfred Stieglitz (1864–1946) zu verdanken,
 der mit seinem Magazin Camera Work den Durchbruch vorbereitete.
Erstmals trat die Fotografie in Deutschland in der Werkbund-Ausstellung 1929 in Stuttgart
in beachtenswertem Umfang mit internationalen Künstlern wie Edward Weston, Imogen Cunningham
 und Man Ray an die Öffentlichkeit; spätestens seit den MoMA-Ausstellungen von Edward Steichen
(The Family of Man, 1955) und John Szarkowski (1960er) ist Fotografie als Kunst von einem breiten
 Publikum anerkannt, wobei gleichzeitig der Trend zur Gebrauchskunst begann.

 

Im Jahr 1977 stellte die documenta 6 in Kassel erstmals als international bedeutende Ausstellung
 in der berühmten Abteilung Fotografie die Arbeiten von historischen und zeitgenössischen
Fotografen aus der gesamten Geschichte der Fotografie in den vergleichenden Kontext zur
 zeitgenössischen Kunst im Zusammenhang mit den in diesem Jahr begangenen „150 Jahren Fotografie“.

 

 

Heute ist Fotografie als vollwertige Kunstform akzeptiert. Indikatoren dafür sind die wachsende
 Anzahl von Museen, Sammlungen und Forschungseinrichtungen für Fotografie, die Zunahme der Professuren
für Fotografie sowie nicht zuletzt der gestiegene Wert von Fotografien in Kunstauktionen und Sammlerkreisen.
Zahlreiche Gebiete haben sich entwickelt, so die Landschafts-, Akt-, Industrie-,
Theaterfotografie und andere mehr, die innerhalb der Fotografie eigene Wirkungsfelder entfaltet haben.
 Daneben entwickelt sich die künstlerische Fotomontage zu einem der malenden Kunst gleichwertigen Kunstobjekt.
Neben der steigenden Anzahl von Fotoausstellungen und deren Besucherzahlen wird die Popularität
 moderner Fotografie auch in den erzielten Verkaufspreisen auf Kunstauktionen sichtbar. Fünf
der zehn Höchstgebote für moderne Fotografie wurden seit 2010 auf Auktionen erzielt. Die aktuell
Theaterfotografie und andere mehr, die innerhalb der Fotografie eigene Wirkungsfelder entfaltet haben.
 Daneben entwickelt sich die künstlerische Fotomontage zu einem der malenden Kunst gleichwertigen Kunstobjekt.
Neben der steigenden Anzahl von Fotoausstellungen und deren Besucherzahlen wird die Popularität
 moderner Fotografie auch in den erzielten Verkaufspreisen auf Kunstauktionen sichtbar. Fünf
der zehn Höchstgebote für moderne Fotografie wurden seit 2010 auf Auktionen erzielt. Die aktuell
 teuerste Fotografie „Phantom“ von Peter Lik wurde nach Presseberichten im Dezember 2014 für
 6,5 Millionen Dollar verkauft. Neuere Diskussionen innerhalb der Foto- und Kunstwissenschaften
verweisen indes auf eine zunehmende Beliebigkeit bei der Kategorisierung von Fotografie.
 Zunehmend werde demnach von der Kunst und ihren Institutionen absorbiert, was einst ausschließlich
in die angewandten Bereiche der Fotografie gehört haben.

Urheberrecht

Ein Foto kann urheberrechtlichen Schutz genießen, wenn es als Lichtbildwerk
 im Sinne des § 2 Abs. 1 Nr. 5 UrhG anzusehen ist. Dies erfordert eine persönliche geistige
Schöpfung (§ 2 Abs. 2 UrhG), d. h. das Foto bedarf einer gewissen Gestaltungshöhe.
Die Gestaltungshöhe kann durch die Auswahl des Aufnahmeorts, eines bestimmten Objektivs
oder durch die Wahl von Blende und Zeit eintreten. Fehlt die Gestaltungshöhe, kann der Fotograf
statt eines urheberrechtlichen Schutzes einen Leistungsschutz nach § 72 UrhG genießen.
 Durch § 72 UrhG sind die Vorschriften für Lichtbildwerke auch auf die Lichtbilder anwendbar.